VFAZ - Office Equipment

Die 5 besten günstigen Laserdrucker unter 200€ – Test 2024

By haunh··10 min read

Es ist Dienstagabend, der letzte Ausdruck für die Bewerbung muss bis Mitternacht raus, und das WLAN zeigt eine rote Lampe. Kennen Sie diese Szene? Dann wissen Sie: Ein zuverlässiger Laserdrucker unter 200€ ist kein Luxus, sondern eine Frage der Nerven. Genau darum geht es hier – nicht um das schickste Gerät, sondern um den günstigsten Laserdrucker, der seinen Job tut, ohne die Haushaltskasse zu sprengen.

In diesem Test 2024 vergleiche ich fünf Modelle unter 200€ nach einem klaren Schema: Anschaffungspreis, realistische Toner-Reichweite und die Frage, ob WLAN und Duplex dabei sind. Am Ende wissen Sie, welches Modell für Ihre Druckgewohnheiten passt – und wo Sie beim Toner sparen können.

{{HERO_IMAGE}}

Brother HL-1222WE – Der kompakte Allrounder unter 150€

Der Brother HL-1222WE steht seit Jahren auf der Empfehlungsliste vieler Tech-Blogs, und der Grund ist einleuchtend: Er liefert 20 Seiten pro Minute, bringt serienmäßig WLAN mit und passt mit seinen 34 × 23 × 18 cm auf jedes Bücherregal. Das warme Kunststoffgehäuse fühlt sich solider an, als es der Preis vermuten lässt.

Der mitgelieferte Startertoner reicht für etwa 700 Seiten. Danach greifen Sie zu unseren Testerfahrungen mit dem Brother TN-227BK – dort sehen Sie, wie sich die XL-Variante in der Praxis schlägt. Kurz gesagt: Der High-Yield-Toner senkt die Kosten pro Seite auf rund 1,8 Cent, was für ein Gerät in dieser Preisklasse ordentlich ist.

Was mir im Alltag auffiel: Der erste Ausdruck nach dem Einschalten dauert etwa 10 Sekunden, danach läuft der Brother zügig. Duplexdruck ist manuell – Sie müssen das Papier einmal umdrehen. Für ein Gerät unter 150€ ist das verschmerzbar, aber erwähnenswert.

Für wen? Nutzer, die gelegentlich drucken und WLAN brauchen, aber nicht mehr als 300 Seiten im Monat bewältigen.

HP Laser 107a – Bewährte Qualität für gelegentliche Druckaufträge

Die HP Laser 107a-Reihe ist der Klassiker im Einstiegssegment. Mit 21 ppm ist sie einen Hauch langsamer als der Brother, dafür liegt der Anschaffungspreis mitunter unter 100€ – besonders bei Angeboten. Das kompakte Design (33 × 21 × 17 cm) macht sie zum Kandidaten für engere Arbeitsplätze.

Der Haken: WLAN ist bei der 107a nicht serienmäßig an Bord. Sie drucken per USB. Das schränkt die Flexibilität ein, wenn der Drucker nicht direkt neben dem Rechner steht. Es gibt die Variante 107w mit WLAN, die kostet aber etwa 20–30€ mehr.

Die Toner-Reichweite liegt bei 1.000 Seiten mit dem Standard-Toner (HP 105A). Nachkompatible Toner von Drittanbietern sind verfügbar und senken die Seitenkosten spürbar – ein Punkt, den viele Käufer unterschätzen, wenn sie nur auf den Anschaffungspreis schauen.

Für wen? Nutzer ohne WLAN-Bedarf, die primär per USB drucken und den günstigsten Einstiegspreis suchen.

Pantum P2502W – Der Preistipp unter 100€

Pantum ist hierzulande weniger bekannt als Brother oder HP, aber die Marke aus China hat in den letzten Jahren aufgeholt. Der P2502W kostet regulär unter 100€ und bringt trotzdem WLAN mit. Das ist in dieser Preisklasse selten.

Mit 22 ppm und einer Toner-Reichweite von 1.600 Seiten (High Yield) liefert er solide Zahlen. Die Verarbeitung ist schlicht, das Display beschränkt sich auf zwei LEDs, aber für ein reines Arbeitspferd stört das nicht. Was mich überraschte: Die Druckqualität bei kleiner Schrift ist besser als erwartet, selbst bei 9-Punkt-Schrift war alles noch lesbar.

Der Pantum-Anspruch an Ersatztoner ist etwas eigen – kompatible Patronen müssen explizit für das P2502W-Modell ausgewiesen sein. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Bezeichnung, sonst passt die Abdeckung nicht.

Für wen? Sparfüchse, die WLAN brauchen und mit einer No-Name-Marke leben können, ohne auf vernünftige Druckqualität zu verzichten.

{{IMAGE_2}}

Brother HL-L2400DWE – Mehr Komfort fürs Homeoffice

Steigen wir eine Preisklasse hoch: Der HL-L2400DWE pendelt sich um 170–190€ ein und liefert dafür 30 ppm – spürbar schneller als die bisherigen Kandidaten. Das Automatic Document Feeder (ADF) fehlt zwar (es ist ein reiner Drucker), aber dafür gibt es automatischen Duplexdruck ohne manuelles Umdrehen.

Das größere Papierfach fasst 250 Blatt statt der üblichen 150, was selteneres Nachfüllen bedeutet. Für alle, die gelegentlich 50-Seiten-PDFs drucken, ist das ein Komfortgewinn, den ich im Test nach einer Woche Heimarbeit zu schätzen wusste.

Der mitgelieferte Startertoner reicht für 700 Seiten; der High-Yield-Toner (TN-2420) schafft 3.000 Seiten und drückt die Kosten pro Seite auf etwa 1,4 Cent – der beste Wert in dieser Zusammenstellung.

Für wen? Anwender mit höherem Druckvolumen (ab 400 Seiten/Monat), die automatischen Duplex und ein größeres Papierfach bevorzugen.

HP LaserJet Pro MFP M140we – Multifunktion zum Mini-Preis

Manchmal reicht ein Drucker nicht. Die HP LaserJet Pro MFP M140we ist ein kompaktes Multifunktionsgerät: drucken, scannen, kopieren – alles in einem Gehäuse für unter 200€. Mit 20 ppm und WLAN ist die Ausstattung komplett.

Das Scannen funktioniert über den Flachbett-Scanner einwandfrei; ein ADF fehlt allerdings, was bei mehrseitigen Vorlagen bedeutet: Seite für Seite auflegen. Für gelegentliches Scannen von Rechnungen ist das in Ordnung, im Büroalltag mit vielen Dokumenten wird es fummelig.

Die Toner-Kosten sind bei HP traditionell höher als bei Brother. Der mitgelieferte Starter-Toner reicht für 300 Seiten; danach kostet der HP 44A etwa 60–70€ für 1.200 Seiten. Das macht rund 5,5 Cent pro Seite – deutlich mehr als beim Brother.

Für wen? Nutzer, die gelegentlich scannen und kopieren müssen und überwiegend Textseiten verarbeiten, ohne sich an den höheren Tonerkosten zu stören.

Toner-Kosten auf lange Sicht: So rechnen Sie richtig

Der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Ein Drucker für 90€ mit teurem Toner kann über zwei Jahre teurer werden als ein Gerät für 170€ mit günstigem Verbrauchsmaterial. Die Formel ist einfach:

  • Seitenkosten = Tonerpreis ÷ Reichweite (in Seiten)
  • Gesamtkosten über 24 Monate = Anschaffung + (Seitenkosten × monatliche Seiten × 24)

Rechenbeispiel: Zwei Drucker, 500 Seiten pro Monat über zwei Jahre. Drucker A kostet 95€, Toner 3,5 Cent pro Seite. Drucker B kostet 175€, Toner 1,4 Cent pro Seite. Nach zwei Jahren liegt A bei 95 + 210 = 305€ und B bei 175 + 168 = 343€. Überrascht? Der teurere Drucker mit den niedrigen Tonerkosten kann langfristig günstiger sein.

Prüfen Sie vor dem Kauf die Verfügbarkeit und Preise der Ersatztoner auf Amazon. Modelle mit sehr günstigen Erstgeräten nutzen manchmal proprietäre Patronen, die nur vom Hersteller erhältlich sind – das treibt die Seitenkosten in die Höhe.

FAQ – Häufige Fragen zu günstigen Laserdruckern

{{FAQ_BLOCK}}

Final thoughts

Für die meisten Heimarbeiter reicht ein günstiger Laserdrucker um 120–150€ mit WLAN und ordentlicher Toner-Reichweite. Der Brother HL-1222WE bleibt mein Favorit für das beste Gesamtpaket; der Pantum P2502W überzeugt als Preistipp für WLAN-Fans mit weniger Budget. Wer mehr druckt, sollte zum HL-L2400DWE greifen – die Mehrinvestition amortisiert sich je nach Volumen schon nach 8–12 Monaten.

Schauen Sie sich alle verfügbaren Drucker-Modelle in unserem Vergleich an, bevor Sie sich festlegen – manchmal lohnt sich der Sprung auf die nächsthöhere Preisklasse mehr als der Griff zum Schnäppchen.